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23.12.2015, 09:00 Uhr  //  Sportlerportrait

Sarah Koch: Der aufgehende Stern von Siems

Sarah Koch: Der aufgehende Stern von Siems
 privat (Bild) cs (Text) // hlsports.de


Lübeck – Ein Neuanfang sieht sicher anders aus als jener bei der SG Siems-Dänischburg nach dem Abstieg aus der Schleswig-Holstein-Liga. Die Mannschaft blieb zusammen und wurde nur punktuell verstärkt. Doch eine dieser Verstärkungen hat eingeschlagen wie eine Bombe – obwohl diese Verstärkung mit 16 Jahren die Jüngste in der Mannschaft ist. Die Rede ist von Sarah Koch, zentrale Mittelfeldspielerin beim Tabellenführer der Frauen-Verbandsliga.

Wenn er von seinem „Küken“ spricht, dann gerät Siems-Trainer Kambiz Tafazoli ins Schwärmen: „Sie zeigt ein hohes Engagement und hat immer die Bereitschaft, hundert Prozent zu geben. Sie ist eine Person, die immer ein Lächeln auf den Lippen hat und für den ein oder anderen Spruch zu haben ist. Sie ist ehrgeizig und geht mit bestem Willen voran. Ihr Spielwitz und ihre freche Art, wie bei den Eckbällen, die sie direkt verwandelt hat, zeigen, dass sie auf einem guten Weg ist, noch besser zu werden. Klar merkt man ihr noch an, dass sie 16 ist und das ihr die Erfahrung fehlt, aber die Mannschaft und wir Trainer wissen, was wir mit Sarah für einen Fang gemacht haben.“

Viel Lob für die junge Lübeckerin, die ihr erstes Jahr im Frauenbereich spielt. „Es ist mein erstes Jahr in einer reinen Mädchen- oder Frauenmannschaft. Zuvor habe ich nur mit den Jungs zusammen gespielt“, sagt Koch. Zuvor, das ist vor allem der TSV Siems, bei dem sie bis zu den C-Junioren das Einmaleins des Fußballs lernte, auch wenn sie in der E-Jugend mal kurz beim TSV Kücknitz spielte. Bis zum letzten Winter blieb sie in Siems, anschließend ging es für ein halbes Jahr zum ATSV Stockelsdorf in der C-Junioren-Verbandsliga. Gemeinsam mit ihrer Mannschaft und Anna-Lena Stolze, die mittlerweile für den VfL Wolfsburg kickt, mischte sie die zweithöchste Landesspielklasse auf und konnte am Ende die Vize-Meisterschaft feiern. Der logische Schritt für Koch wäre dann eigentlich, in die Frauen-Mannschaft der Stockelsdorferinnen rüber zu wechseln, doch Koch entschied sich anders und kehrte an den Krummen Weg zurück.

„Da ich allgemein nur noch das halbe Jahr bei den Jungs spielen wollte, bin ich nach Stockelsdorf gegangen, um dort noch etwas höherklassig zu spielen", sagt Sarah Koch, die ein Interesse von Stockelsdorfer Seite bestätigt: „Der Trainer der Stockelsdorfer Damen hatte mich gefragt, ob ich in Stockelsdorf  bleiben wolle, um dort bei den Damen zu spielen. Ich hatte allerdings schon in Siems mittrainiert und da beide Mannschaften in der gleichen Liga spielen und ich nach Siems mit dem Fahrrad fahren kann, entschied ich mich sofort für die SG. Außerdem kannte ich die ein oder andere Spielerin dort schon - und sehr sympathisch kam mir die Mannschaft auch rüber. Im Endeffekt war es auch die goldrichtige Entscheidung.“  

Klare Worte einer jungen Frau, die schon früh auf den Zetteln der Talentsucher stand. Seit der U12/U13 war sie regelmäßig in der Landesauswahl aktiv und hatte schon die Möglichkeit, sich bei Holstein Kiel zu empfehlen – schließlich ist die KSV mit ihrer Frauenmannschaft in der 2. Bundesliga vertreten und mit der U17 sogar in der Bundesliga. Doch bisher hat Koch den Schritt in die Landeshauptstadt nicht getan: „Natürlich hätte ich Lust, höher zu spielen. Die Chance bei Holstein Kiel zu spielen, wurde mir auch schon das ein oder andere Mal angeboten, jedoch würde ich das mit der Schule nicht schaffen, da ich im nächsten Jahr mein Abitur mache."
Die Schule geht also vor, doch was danach kommt, da hält sich die 16-Jährige alle Optionen offen: „Mal sehen.“

Angesprochen auf ihre Stärken und Schwächen, muss Koch dann aber doch erstmals im Gespräch mit HL-SPORTS etwas länger überlegen: „Ich denke meine Stärken sind auf jeden Fall mein Ehrgeiz im Training, meine Schnelligkeit und meine Schusstechnik (besonders bei Ecken). Meine Schwächen sind, dass ich mir oft zu viele Gedanken mache, ob ich Fehler mache oder nicht. Und manchmal traue mir nicht so viel zu und lasse auch schnell den Kopf hängen, wenn etwas nicht sofort funktioniert."

Offen und klare Worte, die man sicherlich nicht von jedem Sportler bekommt. Als Vorbild sieht Sarah Koch US-Stürmerin Alex Morgan. Darauf angesprochen, warum es die Amerikanerin ist, findet sie mal wieder klare Worte: „Das fing eigentlich an, als ich früher Panini-Sticker der Frauen sammelte. Dann kam es dazu, dass ich auf Alex Morgan stieß. An ihr gefällt mir sehr ihre Einstellung und ihr Kampfgeist. Einer meiner Lieblingssprüche ist auch von ihr: „Some may have more Talent than you, but there is no excuse for somebody working harder than you do." Sie ist nicht nur eine Top-Fußballerin, sondern hat auch einen sehr tollen Charakter. Genau das finde ich bewundernswert an ihr.“

Bleibt nur zu hoffen, dass sich Sarah Koch die klare Sicht auf die Dinge beibehält. Von unserer Seite sind jedenfalls keine Fragen mehr offen geblieben, denn die restlichen Fragen zur Person werden beantwortet – natürlich in unserem HL-SPORTS-Fragebogen.



Name: Sarah Koch

Geburtstag: 22.1.1999

Geburtsort: Lübeck

Größe: 1,67 m

Gewicht:

Position: Mittelfeld

Trikotnummer: 4

Verein: SG Siems-Dänischburg

Ehemalige Vereine: TSV Kücknitz , ATSV Stockelsdorf

Privat mache/ bin ich gerne: mit Freunden unterwegs

Lieblingsessen: Pizza

Lieblingsgetränk: Fritz-Kola

Lieblingsmusik: alles mögliche

Lieblingsfilm: Die Tribute von Panem

Lieblingsort: Auf dem Fußballplatz  

Haustiere: keine

Meine Vorbilder in der Jugend: Alex Morgan  

Mein schönstes Erlebnis im Sport: Länderpokale in Duisburg  

Ich möchte mit meinem Team und auch persönlich in Zukunft folgendes  erreichen: Den Aufstieg in die SH-Liga schaffen und natürlich weiterhin viel Spaß mit den Mädels haben

Ich spiele am liebsten in und warum: Siems, da es bis jetzt die  coolste Mannschaft ist, in der ich gespielt habe und es immer Spaß macht, zum Training zu kommen. In der Mannschaft ist einfach eine super Stimmung!

Trainingsmotto: Du musst nicht der Beste in allem sein, nur immer dein Bestes geben!

Wo ich gerne mal spielen möchte: Ich bin zufrieden, wo ich bin

Ich habe eine(n) Freund(in) (Ja oder Nein): Nein

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