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15.07.2016, 09:00 Uhr  //  Sportlerportrait

Dominic Steck: Ich hasse es zu verlieren

Dominic Steck: Ich hasse es zu verlieren
 EHCT (Bild) cs (Text) // hlsports.de


Timmendorfer Strand – Beim Eishockey herrscht Sommerpause, doch die neue Saison kommt mit Riesenschritten näher. So basteln alle Clubs fleißig an ihren Kadern. So auch der Oberligist EHC Timmendorfer Strand, welcher überraschend früh neue Spieler verpflichten konnte. Einer dieser Neuen ist Verteidiger Dominic Steck, welcher im Rahmen des Sommerfestes am letzten Wochenende in Timmendorf vorgestellt wurde. Dominic Wer? Das wird sich so mancher Fan und Freund der Beach Boys gefragt haben, dabei ist der 22-Jährige beileibe kein Unbekannter in der Oberliga Nord. Wir wollen den Neuzugang der Timmendorfer mal näher vorstellen.

Wer das Interview auf der Timmendorfer Facebook-Seite gesehen hat, erlebte einen jungen, intelligenten und aufgeräumten Menschen. Und so gibt sich Steck auch im Gespräch mit HL-SPORTS: aufgeräumt, entspannt und ehrlich. Es scheint also menschlich schon mal zu passen für die Beach Boys, wie auch einige Fans schilderten, die ihn während des Sommerfestes kennen lernen durften.

Und das an Steck sportlich keine Zweifel bestehen sollten, das zeigte der Verteidiger in den letzten beiden Jahren. Kontinuierlich steigerte er sich in seinen Leistungen beim Hamburger SV, sowohl defensiv wie auch offensiv. Mit 28 Punkten in der letzten Saison deutete er an, dass er als Offensivverteidiger für die Beach Boys eine echte Bereicherung sein kann.

Doch wer in die sportliche Vita des jungen Mannes schaut, der wird einige Brüche feststellen können. Angefangen hat alles beim Traditionsreichen AEV in seiner Heimatstadt Augsburg. Mit 14 Jahren ging es dann auf das Eishockeyinternat der Jungadler Mannheim, wo er zunächst in der Schüler-Bundesliga aktiv war. Nach nur einem Jahr wechselte Steck dann zum EV Landshut – was ganz pragmatische Gründe hatte. „In meinem ersten DNL-Jahr wollte ich spielen und nicht auf der Bank sitzen“, so der Verteidiger: „In Mannheim gab es zu viele ältere Spieler und die DNL war damals um einiges stärker als heute.“

In Landshut deutete Steck mit guten Leistungen sein Potential an, so dass es wieder zurück nach Mannheim ging. Doch dort kam erstmal der Schock, denn zu Saisonbeginn 2010/11 verletzte er sich schwer an den Lendenwirbeln. So verpasste er fast die gesamte Spielzeit, hatte aber Glück im Unglück: „Der Lendenwirbelbruch war ein echter Knackpunkt und hat mich glücklicherweise nicht in den Rollstuhl gebracht. Das war hart, ich durfte kaum Sport machen, das Eis hat mir der Arzt sogar ganz verboten.“

Doch Steck kämpfte sich zurück, beendete nebenbei die Schule in Mannheim und feierte 2011/12 die DNL-Meisterschaft mit den Jungadlern. Wieder folgte ein Wechsel, diesmal an die Brehmstraße zur ehrwürdigen Düsseldorfer EG. Der Grund? „Ich fühlte mich noch nicht reif genug für den Profibereich“, meint Steck rückblickend und nutzte daher das Angebot in Düsseldorf. Neben Spielen und Training mit der DNL-Mannschaft konnte er ab und an mit den Profis auf Eis und sammelte erste Eindrücke in der dritten Liga bei den Füchsen Duisburg.

Im Sommer 2013 ging es dann nach Regensburg, doch wirklich glücklich wurde er beim EVR nicht. Zwar stand er in 48 Spielen auf dem Spielberichtsbogen, doch wirklich zufrieden mit der Eiszeit war er nicht. „Für mich war es immer wichtig zu spielen“, meint der 22-Jährige und entschloss sich widerum nach einem Jahr zum erneuten Wechsel, diesmal an die Elbe zum HSV: „Ich dachte einfach mal, dass probieren über studieren geht.“ Der Eiszeit und seiner Leistung war der Tapetenwechsel auf jeden Fall förderlich und Steck blickt positiv auf seine Hamburger Zeit zurück: „Was die Eiszeit betrifft, hat es mich sehr weit gebracht. Die Möglichkeiten waren nicht so groß, doch die Leute beim HSV haben sich richtig viel Mühe gegeben.“ Und ausschließen, dass er bei einem Klassenerhalt beim HSV geblieben wäre, möchte Steck nicht: „Die Entscheidung wäre auf jeden Fall eine Schwere geworden!“

Doch nun ist Timmendorf seine nächste Station und Steck freut sich auf das Abenteuer – das sogar längerfristig ausgelegt ist. Denn er will sich ein berufliches Standbein aufbauen, beginnt Anfang August eine Lehre zum Steuerfachangestellten. „Das war mir sehr wichtig. Eine Ausbildung geht ja über drei Jahre und ich wollte einfach eine machen, die Sinn für mich ergibt und hinter der ich zu 100% stehen kann“, sagt Steck und meint das auch so. Dass sich die Timmendorfer, allen voran Schatzmeister Martin Klemer, enorm um ihn bemüht haben, ist auch etwas, was dem Oberschwaben zusagt. Dass er so seine Ausbildung mit dem Sport, der ihm am Herzen liegt verbinden kann, freut Steck: „Das ist eine sehr gute Chance für mich, um beruflich wie auch eishockeytechnisch einen Schritt nach vorn zu machen.“

Man merkt, der junge Mann ist zielstrebig und weiß was er will. Dieses „Markenzeichen“ sieht er auch als ganz große Stärke bei sich, auch wenn er vielleicht das eine oder andere Mal über das Ziel hinaus schießt. „Ich bin sehr ungeduldig. Ab und an habe ich auch eine kurze Zündschnur“, gesteht Steck lachend, wenn er über seine negativen Charakterzüge spricht. Wenn man sich mit ihm unterhält, mag man das kaum glauben.

In Timmendorf hat sich Steck ganz gut eingelebt und genießt die Vorzüge des Dorfes: „Ich mag das, wenn es etwas kleiner und übersichtlicher ist. Und einen guten Metzger habe ich mir auch schon zeigen lassen.“ Dort bekommt er seine Leib- und Magenspeise, Leberkäse. Nur mit dem Wetter („Gewöhnungsbedürftig) will sich Steck nicht so wirklich anfreunden, auch wenn er mit einem Augenzwinkern durchaus Vorteile darin sieht: „Man bekommt hier so schnell keinen Sonnenbrand!“

Was ihr sonst noch über den Menschen und Eishockeyspieler Dominic Steck wissen müsst, erfahrt in unserem HL-SPORTS-Fragebogen. Auch Steck kam nicht umhin, diesen zu beanworten.

Name: Dominic Steck

Geburtstag: 17. Januar 1994

Geburtsort: Augsburg

Größe: 1,77m

Gewicht: 83kg

Position: Verteidiger

Trikotnummer: #44

Verein: EHC Timmendorfer Strand

Ehemalige Vereine: Hamburger SV, EV Regensburg, Düsseldorfer EG, Jungadler Mannheim, EV Landshut, Augsburger EV

Privat mache/ bin ich gerne: Unternehme was mit Freunden, egal ob Ausflüge, chillen, zocken oder einfach Film gucken

Lieblingsessen: Leberkäse mit süßem Senf und einer Breze (Typisch Bayrisch)

Lieblingsgetränk: Spezi

Lieblingsmusik: Im Großen und Ganzen durch die Bank alles, beispielsweise RnB, Hip-Hop

Lieblingsfilm: The Avengers

Lieblingsort: Gibt keinen - Jeder Ort hat seine eigene Besonderheit.

Haustiere: Hund

Meine Vorbilder in der Jugend: Mein Dad

Mein schönstes Erlebnis im Sport: Ganz klar Deutscher Nachwuchsmeister zu werden.

Ich möchte mit meinem Team und auch persönlich in Zukunft folgendes erreichen: In erster Linie möchte ich persönlich dem Team weiterhelfen. Ich hasse es zu verlieren, also ganz klar, so viele Spiele wie möglich zu gewinnen, die Liga zu halten und wenn alles gut läuft, man als Team, funktioniert, die Playoffs erreichen!

Ich spiele am liebsten in und warum: Da wo die Stimmung gut ist, sprich die Fans einen guten Support geben, und was ich bis jetzt hier mitbekommen habe, ist die Stimmung richtig stark hier. Gut möglich, dass man bald direkt die Antwort Timmendorf auf diese Frage bekommt.

Trainingsmotto: Great things never come from comfort zones

Wo ich gerne mal spielen möchte: In einem ausverkauften Footballstadion ein Winter Classic, wie in der NHL

Ich habe eine(n) Freund(in) (Ja oder Nein): Den Jordi finde ich ganz attraktiv (lach) Natürlich war das ein Spaß. Es bahnt sich etwas an, mehr verrate ich noch nicht.

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