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15.10.2014, 09:00 Uhr  //  Sportlerportrait

Josefin „Josie“ Jegorenko und der Traum von der Imtech Arena

Josefin „Josie“ Jegorenko und der Traum von der Imtech Arena
 Holger Suhr (Bild) svm / rk (Text) // www.hlsports.de


Ratekau – Nachdem Josefin „Josie“ Jegorenko in der vergangenen Saison mit ihrem 1:0-Siegtreffer gegen TuRa Meldorf den Weg zur Meisterschaft für die SG Ratekau-Strand 08 ebnete, läuft es auch in dieser Saison rund bei ihr. Bereits fünf Treffer konnte „Josie“ erzielen und ist damit derzeit Top-Torschützin der Ostholsteinerinnen. Grund genug für HL-SPORTS, die 21-jährige Stürmerin einmal abseits des Platzes zu treffen. Hier ihr persönliches Portrait:

Daran, dass „Josie“ mittlerweile als Torjägerin Aufmerksamkeit erregt, war bis vor kurzem kaum zu denken. Aus der Not heraus ist die Ratekauer Nummer elf nun die Nummer eins im Angriff. Das Aufhören Nicole „Scholli“ Körners und nicht zuletzt die langwierige Kreuzbandverletzung Kristina Scheels (früher Kucharski) sorgten für Zugzwang bei Trainer Andreas Passow: „Es ist für eine Spielerin natürlich immer schwierig, wenn sie praktisch den Platz neben solchen Lichtgestalten ausfüllt. Diese Situation war für „Josie“ garantiert nicht immer einfach und befriedigend, aber sie hat bedingungslos mitgezogen. Josefin ist eine absolute Teamplayerin, die sich schon immer in den Dienst ihrer Mannschaft gestellt hat. Aber vorne steht sie jetzt im Mittelpunkt, über ihre bisher fünf Treffer freuen wir alle uns natürlich sehr.“

Passow wäre nicht Trainer, wenn er nicht auch konstruktive Kritik ausüben würde: „Fünf Tore sind schon sehr gut, doch „Josie“ muss ein wenig abgeklärter und konsequenter werden. Denn sie hätte in den letzten Spielen noch häufiger treffen können. Aber sie ist auf dem richtigen Weg und unheimlich wertvoll für die Mannschaft."

Wenn Josefin Jegorenko das fußballerische Talent in die Wiege gelegt wurde, so blieb es 14 Jahre lang ungenutzt. Denn erst in diesem Alter wurde die gebürtige Eutinerin von ihrer Freundin Linda Tank (spielt heute beim TSV Pansdorf) überredet, doch einmal mit zum Training beim TSV Ratekau zu kommen. Bis dahin bildete der Handball den sportlichen Mittelpunkt Jegorenkos. Die 21-jährige blieb „hängen“ und konzentrierte sich ganz auf den Fußball, als sich ihr Handballteam auflöste.

An ein Aufhören oder gar Verlassen ihres Vereins ist wohl kaum zu denken. „Beim TSV Ratekau fühle ich mich einfach wohl“, so Jegorenko. „Er ist ja schon zu meiner zweiten Heimat geworden.“

So wichtig der Fußball für das Gutelaune-Wunder ist, gibt es natürlich auch ein Leben außerhalb des Fußballplatzes: Die in Pansdorf wohnende Tochter einer deutschen Mutter und eines polnischen Vaters lebt ebenso ihren Beruf als Sport- und Fitnesskauffrau aus. Auch hier hat Jegorenko klare Vorstellungen wie im Fußball und treibt ihre Karriere entsprechend voran. So schaffte sie es bereits zur Fitnessfachwirtin. Eine spätere Selbstständigkeit schließt Jegorenko nicht aus, stellt diese Möglichkeit aber (noch) in den Hintergrund: „Wenn überhaupt, werde ich das nicht alleine durchziehen. Dazu kann ich mir später noch genug Gedanken machen. Im Moment sagt mir mein Gefühl, dass es so, wie es jetzt für mich läuft, richtig ist.“ Kein Wunder also, dass es „Josie“ nicht schwerfällt, Beruf und Hobby optimal zu verbinden.

Zurück zur schönsten Nebensache der Welt. Hier verfolgt die sympathische Josefin Jegorenko zwei kurzfristige Ziele, geboren aus der Enttäuschung der letzten Jahre: „Wir hatten in den letzten drei Jahren gleich zwei Mal die Möglichkeit, in die Regionalliga aufzusteigen. Das scheiterte jeweils an den äußeren Umständen wie zum Beispiel einem fehlenden B-Mädchenteam. Deshalb wünsche ich mir, dass wir unseren Titel trotz Startschwierigkeiten erfolgreich verteidigen und doch noch den Aufstieg schaffen können. Wir haben uns zuletzt glücklicherweise gefangen. Der 4:0-Sieg in Eichholz war dabei sehr wichtig für uns. Wir haben uns da endlich wieder als Mannschaft präsentiert und das bis jetzt auch so beibehalten.“

Dieses Ziel sieht nicht nur Jegorenko trotz der starken Konkurrenz vor allem aus Klausdorf und Ahrensburg als durchaus realistisch an. Viel schwieriger dürfte da ihr ganz persönlicher Traum zu erfüllen sein: „Seitdem ich denken kann, bin ich Fan des Hamburger SV. Es wäre einfach wunderschön, einmal in der Imtech Arena zu spielen…“

Name: Josefin Jegorenko (Josie)

Geburtstag: 08.08.1993

Geburtsort: Eutin

Größe: 172 cm

Gewicht: 61 kg

Position: Sturm

Trikotnummer: 11

Verein: SG Ratekau-Strand 08

Frühere Vereine: Nur TSV Ratekau

Privat mache/ bin ich gerne: Freunde treffen, Fitness im Studio

Lieblingsgericht: Eigentlich fast alles

Lieblingsgetränk: Havanna Cola

Lieblingsmusik: Die Kabinenmusik vor dem Spiel

Lieblingsfilm: Two and a half Man (Serie)

Lieblingsort: Hamburg

Haustier: Meine Katze Mila

Meine Vorbilder in der Jugend: Früher Claudio Pizzaro / Aktuell Mario Götze und Robert Lewandowski

Mein schönstes Erlebnis im Sport: Das entscheidende Siegtor im Meisterschaftsspiel gegen TuRa Meldorf in der letzten Saison zu schießen

Das Besondere in einem Spiel für mich war: Mein erstes Kopfballtor. Vor zwei Jahren einen 0:3-Rückstand zum Sieg gedreht (starke kämpferische Leistung der Mannschaft)

Ich möchte mit meinem Team und auch persönlich in Zukunft folgendes erreichen: Meisterschaft 2014/15, Landesmeister werden, eine kämpferische und tolle Mannschaft bleiben und einen guten Mannschaftszusammenhalt

Ich spiele am liebsten in und warum: in Ratekau, da unsere Truppe einfach nur toll ist und ich mich da total wohlfühle, so wie ich bin :D

Trainingsmotto: Ausreden waren gestern

Wo ich gerne einmal spielen möchte: Es wird wahrscheinlich nicht klappen, aber in der Hamburger Imtech Arena würde ich sehr gerne einmal auflaufen

Ich habe einen Freund (Ja oder Nein): Ja


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